Solardachpfannen

  • Solarthermie-Dachpfanne (Absorber-Kollektor d.h. Wärme)
  • Solarvoltaik-Dachpfanne (Photovoltaik d.h. Strom)
  • Solarkombi-Dachpfanne (Absorber-Kollektor/PV d.h.- Wärme + Strom)

Ausstellung auf der InterSolar in München (31.05. bis 02.06.2017)

Bei den aktuell auf dem Markt vorhandenen Systemen wird typischerweise auf ein bereits mit Dachpfannen eingedecktes Dach ein weiteres Aufnahmesystem installiert (aufgeständert) welches dann Panele (Solarstrom oder Solarthermie) aufnimmt. Die "Verschandelung" und die unzureichende Ausnutzung der Dachfläche sind neben den Montagekosten einer solchen "Doppeleindeckung" die gravierenden Nachteile dieses Systems. Statt einer "normalen" Dachpfanne eine Solardachpfanne zu decken ist eine durchaus naheliegende Lösung. Es bedarf aber einer sehr effizienten Konstruktion, dass diese Solardachpfannen auf den vorhandenen Dachlatten mit unterschiedlichem Lattenabstand schnell und einfach montiert werden können. Auch bedarf es eines Dachsystems, welches Zu- und Ableitung des Fluids (bei Solarthermie) und des Stroms (bei Solarstrom - auch Photovoltaik genannt) gewährleistet. Diese Dachpfanne und dieses Dachsystem wurde von uns entwickelt und in drei verschiedenen Patenten patentiert. Dabei hat unsere Solardachpfanne die gleichen Abmessungen und das gleiche Gewicht wie vergleichbare Dachpfannen aus Ton, ist aber erheblich stabiler, langlebiger, besser begehbar und sturmsicherer. 

Verblüffend einfach und schnell ist dabei das "Klick-In-Verfahren", welches ein Dach genauso schnell decken lässt wie ein Dach mit normalen Dachpfannen.

Bitte sprechen Sie uns an, sollten Sie an dem Projekt interessiert sein. Wir geben Ihnen dann gerne Einblick in die Entwicklung sowie die wesentlichen Patentgrundlagen.

Verkettung der Pfannen mit "Klick-In-Verfahren"

Durch die Längen-Veränderlichkeit gehen die Pfannen auf das normale Lattenmaß (die Abstände der Latten variieren um bis ca. 10% je nach Dachlänge und Anzahl der Pfannen, damit eine ganzzahlige Anzahl Pfannen ungeschnitten gedeckt werden kann) 

Schnitt durch eine Dachfläche mit paXos Kombi-Solardachpfannen

Die Speiseleitung liegt dort wo üblicherweise die s.g.  "Traufbohle" liegt (diese ist quasi ein Platzhalter unter der letzten Pfannenreihe - liegt direkt vor der Dachrinne)

Die Sammlerleitung erfolgt über den First (unterhalb des s.g. Firstziegels)

Details des "Snap-In-Systems" mit der verschieblichen Aufnahme

Berechnung und Simulation der Wärmeableitung

Hier die paXos Kombi-Solardachpfanne ohne Deckglas und mit aufgeschnittenen Absorberblech um in das Innenleben schauen zu können.

Gleiche Öffnung aber mit Blick auf das "Klick-In-System" mit der doppelt wirkenden Drehschieber-Sicherung. Mit diesem Drehschieber (rot) wird die Solardachpfanne an der Dachlatte gehalten sowie der Nutenstein (hier nicht gezeigt) in der Nutenstein-Aufnahme (gelb) gesichert. Durch drehen der Schraube an der Vorderseite kann erst die Dachlatte und in einer weiteren Stellung das Klick-In-System ausgelöst werden. Somit kann jede einzelne Dachpfanne aus der Dachfläche im Bedarfsfalle herausgenommen und auch wieder eingesetzt werden.

An der Vorderseite befindet sich ein weiterer Schraubenkopf (neben dem für den Drehschieber), mit dessen Hilfe man jede Solardachpfanne an die Dachlatte schrauben kann (hier unten links, rechts neben dem roten Drehschieber-Ende).

Leistungsdaten (für eine Kombi-Solardachpfanne):

- 4 Wafer (12,6 cm x 12,6 cm) mit je 0,6 Volt MPP-Spannung und je 4,1 Watt peak

- 1 Arbsorber (33 cm x 30 cm) mit Wärmetauscher

- damit 16,4 Watt peak elektrisch pro Solardachpfanne

- damit 45 Watt peak thermisch pro Solardachpfanne *

   (* bei 50 Grad Celsius Themperaturdifferenz und 1000 W/qm Einstrahlung)

- Sichtmaße der Solardachpfanne bei maximaler Überdeckung:

  30 cm breit, 36 cm lang/hoch

- damit hätte eine Dachseite eines Satteldaches eines "typischen"                         Einfamilienhauses von 12 m Dachbreite und 7,2 m gestreckter                   Dachlänge/Höhe

  40 Pfannen in der Breite sowie 20 Pfannen bei maximaler Überdeckung in der       Höhe also 800 Solardachpfannen

- die elektrische Leistung wäre damit 13,12 kW peak und

- die thermische Leistung wäre damit 36 kW peak

 

Dieser Energieertrag bei der Photovoltaik wird bei der paXos-Kombi-Solardachpfanne auch tatsächlich erreicht, während herkömmliche Anlagen im Sommer ab 28 Grad Celsius mit ca. 0,4% pro weiteren Grad an Aufheizung degradieren d.h. oft dann nur noch die Hälfte des Ertrages bringen, weil die Kühlung durch Hinterlüftung nicht annähernd reicht.

 

Bei der "klassischen Kühlung" durch Hinterlüftung wird die Wärme auch nicht nutzbar gemacht sondern "weggeworfen".

 

Hinweis 1: Als eine Art "verdeckte Leistung" bietet die paXos-Kombi-Solardachpfanne durch das weitaus kühlere Dachgeschoß im Sommer, bei dem dann keine oder bedeutend weniger Leistung für die Klimanalage benötigt wird.

 

Hinweis 2: Die Leistungsdaten für das Dach beziehen sich auch ein Dach ohne Gaube, Dachfenster, Antennenmast o.ä. 

Allerdings sind solche "ertragsmindernden" Elemente bei der paXos Kombi-Solardachpfanne weniger problematisch als bei herkömmlichen Panelen, weil diese Elemente überbrückt werden können und nicht mit der Fläche eines ganzen Panels (oder gleich mehrerer) ausgespart werden müssen.  

 

Hinweis 3: Wenn im Hochsommer die Photovoltaik auf optimale 25 Grad Celsius gekühlt wird um auch dann den maximalen Ertrag zu haben, wird mit einem patentierten "Kühlkamin" gekühlt - mehr dazu unter dem Reiter Kühlkamin. Das würde aber auch bedeuten, dass der Ertrag bei der Solarthermie entsprechend gering wäre. Dies kann durch drei Dinge behoben/verändert werden. 

1. Die letzten drei bis fünf Ziegelreihen könnten als reine Solarthermie-Dachpfannen ausgelegt werden als "Nacherhitzung"

2. Eine Steuerung die bewusst für die Ladung des Pufferspeichers eine gewisse Zeit eine höhere Temperatur (weniger Kühlung) zulässt

3. Nacherhitzung mit Strom im Bedarfsfalle (für das Duschen etc.)

Welche der drei Möglichkeiten (teilweise auch in Kombination) angewendet werden hängt vom individuellen Bedarf sowie der Ausrichtung der Dachfläche ab. Gerade im Sommer wird Wärme ohnehin nur für das Brauchwasser und nicht das Heizen gebraucht so dass es sich ohnehin um eine kaum ins Gewicht fallende Anforderung handelt.