Solardachpfannen

  • Solarthermie-Dachpfanne (Absorber-Kollektor d.h. Wärme)
  • Solarvoltaik-Dachpfanne (Photovoltaik d.h. Strom)
  • Solarkombi-Dachpfanne (Absorber-Kollektor/PV d.h.- Wärme + Strom)

Die ersten Prototypen der Solardachpfanne

Copyright: RheinEnergie

 

Die erste Musterdachfläche mit Prototypen der Solardachpfanne

Bei den aktuell auf dem Markt vorhandenen Systemen wird typischerweise auf ein bereits mit Dachpfannen eingedecktes Dach ein weiteres Aufnahmesystem installiert (aufgeständert), welches dann Panele (Solarstrom oder Solarthermie) aufnimmt. Die "Verschandelung" und die unzureichende Ausnutzung der Dachfläche sind (neben den Montagekosten einer solchen "Doppeleindeckung") die gravierenden Nachteile dieses Systems. Statt einer "normalen" Dachpfanne eine Solardachpfanne zu decken ist eine durchaus nahe liegende Lösung. Es bedarf aber einer sehr effizienten Konstruktion, so dass diese Solardachpfannen auf den vorhandenen Dachlatten mit unterschiedlichem Lattenabstand schnell und einfach montiert werden können. Auch bedarf es eines Dachsystems, welches die Zu- und Ableitung des Fluids (bei Solarthermie) und des Stroms (bei Solarstrom - auch Photovoltaik genannt) gewährleistet. Diese Dachpfanne und dieses Dachsystem wurden von uns entwickelt und in drei verschiedenen Patenten patentiert. Dabei hat unsere Solardachpfanne die gleichen Abmessungen und das gleiche Gewicht wie vergleichbare Dachpfannen aus Ton, ist aber erheblich stabiler, langlebiger, besser begehbar und sturmsicherer. 

 

Verkettung der Pfannen mit "Klick-In-System". Verblüffend einfach und schnell ist das "Klick-In-System", mit dem ein Dach genauso schnell eingedeckt werden kann wie ein Dach mit normalen Dachpfannen. Durch die Längenveränderlichkeit passen die Pfannen auf das normale Lattenmass (die Abstände der Latten variieren um bis ca. 10% je nach Dachlänge und Anzahl der Pfannen, damit eine ganzzahlige Anzahl Pfannen ungeschnitten gedeckt werden kann). 

 

Schnitt durch eine Dachfläche mit paXos Kombi-Solardachpfannen

Die Speiseleitung liegt dort, wo üblicherweise die sog. "Traufbohle" liegt (diese ist quasi ein Platzhalter unter der letzten Pfannenreihe - liegt direkt vor der Dachrinne)

Die Sammlerleitung erfolgt über den First (unterhalb des sog. Firstziegels)

Details des "Klick-In-Systems" mit der verschieblichen Aufnahme

Berechnung und Simulation der Wärmeableitung

Leistungsdaten (für eine Kombi-Solardachpfanne):

- 4 Wafer (12,6 cm x 12,6 cm) mit je 0,6 Volt MPP-Spannung und je 4,1 Watt peak

- 1 Absorber (33 cm x 30 cm) mit Wärmetauscher

- damit 16,4 Watt peak elektrisch pro Solardachpfanne (SCT)

- damit 30 Watt peak thermisch pro Solardachpfanne *

   (* bei 50 Grad Celsius Temperaturdifferenz und 1000 W/qm Einstrahlung)

- Sichtmaße der Solardachpfanne bei maximaler Überdeckung:

  30 cm breit, 36 cm lang/hoch

- damit hätte eine Dachseite eines Satteldaches eines "typischen"                         Einfamilienhauses von 12 m Dachbreite und 7,2 m gestreckter                   Dachlänge/Höhe

  40 Pfannen in der Breite sowie 20 Pfannen bei maximaler Überdeckung in der       Höhe also 800 Solardachpfannen

- die elektrische Leistung wäre damit 13,12 kW peak und

- die thermische Leistung wäre damit 24 kW peak

 

Dieser Energieertrag bei der Photovoltaik wird bei der paXos-Kombi-Solardachpfanne auch tatsächlich erreicht, während herkömmliche Anlagen im Sommer ab 28 Grad Celsius mit ca. 0,4% pro weiteren Grad an Aufheizung degradieren, d.h. oft erheblich weniger Ertrag bringen, weil die Kühlung durch Hinterlüftung nicht annähernd ausreicht.

 

Bei der "klassischen Kühlung" durch Hinterlüftung wird die Wärme auch nicht nutzbar gemacht sondern "weggeworfen".

 

Hinweis 1: Als eine Art "verdeckte Leistung" bietet die paXos-Kombi-Solardachpfanne ein weitaus kühleres Dachgeschoss im Sommer, bei welchem dann auch keine oder bedeutend weniger Leistung für die Klimaanlage benötigt wird.

 

Hinweis 2: Die Leistungsdaten für das Dach beziehen sich auf ein Dach ohne Gaube, Dachfenster, Antennenmast o.ä. 

Allerdings sind solche "ertragsmindernden" Elemente bei der paXos Kombi-Solardachpfanne weniger problematisch als bei herkömmlichen Panelen, weil diese Elemente überbrückt werden können und nicht mit der Fläche eines ganzen Panels (oder gleich mehrerer) ausgespart werden müssen.  

 

Hinweis 3: Wenn im Hochsommer die Photovoltaik auf optimale 25 Grad Celsius gekühlt wird, um auch dann den maximalen Ertrag zu haben, wird mit einem patentierten "Kühlkamin" gekühlt - mehr dazu unter dem Reiter Kühlkamin. Das würde aber auch bedeuten, dass der Ertrag bei der Solarthermie entsprechend gering wäre. Dies kann durch drei Dinge behoben/verändert werden. 

  1. Die letzten drei bis fünf Ziegelreihen könnten als reine Solarthermie Dachpfannen ausgelegt werden als "Nacherhitzung"
  2. Eine Steuerung, die bewusst für die Ladung des Pufferspeichers eine gewisse Zeit eine höhere Temperatur (weniger Kühlung) zulässt
  3. Nacherhitzung mit Strom im Bedarfsfalle (für das Duschen etc.)

Welche der drei Möglichkeiten (teilweise auch in Kombination) angewendet werden hängt vom individuellen Bedarf sowie der Ausrichtung der Dachfläche ab. 

 

Aktueller Projektstatus

Wir sind mit unserer Solardachpfanne in der Prototypenphase und bauen derzeit zusammen mit unserem Partner RheinEnergie das erste Musterhaus mit Musterdachfläche zur Durchführung von umfangreichen Tests. Wir rechnen momentan damit, dass wir Ende 2019 mit der Massenproduktion beginnen können.  

 

Interessieren Sie sich für unser Produkt und möchten Sie darüber informiert werden sobald Preise, Lieferzeit etc. für dieses feststehen, dann senden Sie uns gerne eine Nachricht an:

sdp@paxos.gmbh