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05.2017  Umwelt Wirtschaft NRW

 


 

Energieagentur NRW vom 24.05.2017

                 Ein Selfie mit...

 

                                 paXos

 

Technikaffin, hoch innovativ und dabei kaufmännisch solide: paXos Consulting

& Engineering aus Köln ist ein junges, ambitioniertes Unternehmen der

NRW-Umweltwirtschaft. Geschäftsführer Peter Hakenberg erklärt, was ihn

motiviert und warum die Branche paXos braucht.

 

 

Was motiviert Sie, jeden Tag zur Arbeit zu gehen?

Hakenberg: Das gute Gefühl das Richtige zu tun

und bei der Lösung ganz aktueller Probleme mitwirken

zu können. Das Ganze zusammen mit einem hoch

motivierten Team, was genau so tickt und Spaß an der

innovativen Lösung technischer Herausforderungen

hat. Besonders motiviert mich dabei Erfolg zu haben

und mich und das Unternehmen weiter entwickeln zu

können. PaXos ist stark in Sachen Elektromobilität

unterwegs zum Beispiel mit Ladesäulen. Die Elektromobilität

ergibt aber nur Sinn, wenn sie aus regenerativen

Energien gespeist wird. So helfen etwa unsere

Solardachpfannen bei der Energiewende und dem

Wandel hin zur Elektromobilität.

Was geht der Umweltwirtschaft verloren, wenn es pa-

Xos nicht geben würde?

Hakenberg: Ihr würde ein sehr agiler Player, der

auf vielen Gebiete Anstöße gibt, fehlen. Wir bringen

Ideen nach vorne, reichen Patente erfolgreich ein und

helfen die notwendigen Erneuerungen nach vorne zu

treiben – insbesondere eben bei regenerativer Energie

und Elektromobilität.

Stellen Sie sich vor, Sie sind Umweltwirtschaftsminister.

Was wäre eine Ihrer ersten Amtshandlungen?

Hakenberg: Ganz klar: Mehr Planungssicherheit

für die regenerativen Energien und die Elektromobilität

sicherzustellen. Das hat enorme Bedeutung insbesondere

für die Investitionen und die Sicherung von

Intellectual Property.

Ist Ihr Hausdach mit den unternehmenseigenen Produkten

gedeckt?

Hakenberg: Nein, aber das wäre (im wahrsten

Sinne des Wortes) sehr schön. Tatsächlich habe ich

aber die „herkömmlichen“ Systeme auf meinem Hausdach,

eine 8 kWp Photovoltaik-Anlage und eine 32 kWp

Solarthermie-Anlage. Das ist auch wichtig, denn man

muss sich erst mit der vorhandenen Technik sehr gut

auskennen und analysieren bevor man ernsthaft etwas

Besseres in Angriff nehmen möchte. Dabei sind

wir dann aber auf erhebliches Verbesserungspotenzial

gestoßen. Statt einer „doppelten Dacheindeckung“

 mit Dachpfannen, Aufständerung und Panelen werden

unsere Solardachpfannen auf dem Dach eingedeckt

fast wie normale Dachpfannen das heißt auch

ohne Kran und zusätzliche Gestelle. Die enorme Effizienz

unserer Solardachpfanne ergibt sich aus der

Kombination aus Photovoltaik (Strom) und Solarthermie

(Wärme). Herkömmliche Photovoltaiksysteme

werden im Sommer trotz Hinterlüftung erheblich zu

 

heiß, das kürzt nicht nur die Lebensdauer sondern

drückt den Ertrag erheblich. Eine 8 kW-Anlage liefert

trotz bester Sonne dann nicht einmal die Hälfte dieser

Nennleistung – unsere Solardachpfanne hält – dank

Kühlung – aber diese Nennleistung.

Was brauchen Sie um weiter als Unternehmen erfolgreich

zu sein?

Hakenberg: Vornehmlich Venture Capital, das

durch staatliche Stellen, zum Beispiel durch die NRWBank,

gewährt wird, damit nicht das ganze Risiko bei

den Eignern der Unternehmen liegt. Und natürlich suchen

wir nach Investoren.

Eine starke Truppe: Peter Hakenberg (Mitte) kann sich bei

paXos auf die hoch innovativen Mitarbeiter verlassen.

 

innovation & energie 2 | 2017                                               21             



WirtschaftsWoche vom 26.02.2017

Start-ups auf der Hannover Messe

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Paxos Solardächer – schneller als Elon Musk?

Im vergangenen Jahr war die Überraschung bei vielen groß, als Multi-Gründer Elon Musk das Solardach von SolarCity vorstellte. Solarzellen werden in Dachschindeln integriert,machen das komplette Hausdach zu einer riesigen Stromquelle – und sehen dabei noch gut aus. So können das Haus und Elektroauto mit eigenem, nachhaltigem Strom versorgt werden. Nur: Mit der Idee ist Musk nicht alleine.

Paxos, ein junges Beratungs- und Ingenieursbüro aus Köln, arbeitet ebenfalls an Solardachplatten. „Während Musk noch vieles offen gelassen hat, sind wir bereits einige Schritte weiter“, sagt Projektmanager Guido Schumacher selbstbewusst. Die ganze Verkabelung ist in die Dachplatten integriert, sie müssen lediglich zusammengesteckt werden – als Stecker dient ein über Jahre etabliertes Bauteil aus der Autoindustrie. „Damit kann auch ein Dachdecker die Schindeln verbauen, es muss nicht extra ein Elektriker dabei sein“, so Schumacher.

Die Besonderheit: In den Dachpfannen sind nicht nur Photovoltaikzellen integriert, sondern auch Solarthermie – es wird also nicht nur Strom erzeugt, sondern auch die Heizung und Warmwasserversorgung des Hauses unterstützt. Ein weiterer Vorteil sei, dass die Solarthermie-Elemente dazu genutzt werden können, die Temperatur in der Dachpfanne zu regulieren. „Ab einer gewissen Temperatur sinkt die Effizienz der Photovoltaikzellen“, so Schumacher. „Das können wir mit unserem System umgehen.“

Am Beispiel Paxos zeigt sich aber auch, wie kompliziert der Umgang zwischen Start-ups und etablierten Unternehmen sein kann. „Ein potenzieller Partner aus der Energiebranche hat uns gefragt, was wir eigentlich sind: Ein Photovoltaik-Anbieter, ein Solarthermie-Anbieter oder doch ein Unternehmen, das Ladeinfrastruktur für Elektroautos anbietet?“, erzählt Schumacher. Von der Einordnung hänge ab, in welche Sparte und welches Budget es fallen würde. Ähnliches erlebte Schumacher bei einem Autozulieferer, der ebenfalls interessiert sei. Weil niemand das Projekt einordnen konnte, das Interesse aber groß ist, sei die Entscheidung über eine Zusammenarbeit inzwischen Vorstandssache – der Vorstand will auch dem Messestand von Paxos einen Besuch abstatten.

Sobald ein Industriepartner gefunden ist, kann die Fertigung losgehen – ein Vertriebspartner aus der Energiebranche steht schon bereit. Dabei geht es auch um neue Geschäftsmodelle, die neben dem Direktvertrieb aufgebaut werden sollen. So soll es möglich sein, dass ein Energieunternehmen die Dachfläche bei Bauherren kauft und auf eigene Kosten ein Solardach errichtet – und dann über den Stromverkauf das Geld verdient.

 

Innenleben der paxos Kombi-Solardachpfanne

(ohne Deckglas und Photovoltaikzellen)